Ritter Brüder aus Sussex erstmals zu Besuch bei den Pilgrims in Herford – tatkräftig unterstützt von den Besten aus Northumberland

Ein eindrucksvolles Beispiel für Geduld und selbstlose Hingabe zeigten neun Tempelritter aus der Provinz Sussex, die stundenlange Staus auf den Autobahnen Belgiens, der Niederlande und Deutschlands auf sich nahmen, um am 3. Mai einer Einladung zu einem Treffen in Herford, Deutschland, nachzukommen. Diese Reise wurde über ein Jahr lang geplant und durch den Erhabenen Ritter Jeremy Griffin von der Holy Cross Präzeptorei in Uckfield organisiert. Herford war einst Garnisonsstadt der britischen „1st Armoured Division“, die während des ersten Golfkriegs die britischen Streitkräfte anführte.
Die Pilgrims Präzeptorei Nr. 5 ist auch Heimat des Großmeisters von Deutschland, Erhabenster Ritter Roddy Mackenzie GCT, sowie seiner in Northumberland ansässigen Leibgarde. Er selbst bat die Sussex-Gruppe in einer einzigartigen und spontanen Geste, ihn als Teil seiner Prozession zu begleiten – eine außergewöhnliche Ehre, die bislang keinem ausländischen Gast zuteilwurde. Beim Einzug unter einem perfekt geformten Ehrenbogen aus Schwertern, geleitet von der Leibgarde unter Kommando von Erhabenen Ritter Scotty Hunter, wurden sie vom Großmeister persönlich herzlich empfangen.

Nach ihrem ehrenvollen Einzug nahmen die Gäste ihre Plätze im farbenprächtig geschmückten Tempel ein. In präziser Formation kehrte die Leibgarde in ihre Positionen zurück und senkte die Schwerter in perfekter Harmonie.




Großmeister Roddy Mackenzie GCT, links von ihm der Groß-Seneschall, Hochwürdigster Ritter Dirk Hennemann GCT GMA, rechts der Eminente Präzeptor, Hochwürdigster Ritter Lt. Col. (a.D.) Mick McCarthy. Ebenfalls zu sehen: der Groß-Almosenier, der Groß-Schwertträger, der Groß-Herold sowie Mitglieder der Leibgarde. Ganz links: Hochwürdigster Ritter David Pearson, Groß-Organist.

Nach der Veranstaltung wurden alle Ritter zu einem informellen Festessen mit Selbstbedienung eingeladen, organisiert vom Groß-Schatzmeister Sehr Ehrw. Ritter Dean Thompson, inklusive einer spektakulären Käseplatte von Ritter Paul Baker (Northumberland und Leibgarde des Großmeisters), die ihresgleichen sucht.





Nach dem Mahl vollzog der Großmeister eine einzigartige deutsche Tradition: einen feierlichen Toast auf Hughe de Payens und die Gründer der Tempelritter.
Danach unterstützte die Leibgarde beim schnellen Abbau und alle versammelten sich in Herfords Innenstadt, um bei eiskaltem Bier den Tag ausklingen zu lassen.
Einhelliger Tenor: Die Reise war jede Minute wert – mit zahllosen schönen Erinnerungen.

Am folgenden Sonntag unternahmen die Mitglieder der Leibgarde gemeinsam einen Abstecher nach Arnheim, um die Brücke des „Bridge too far“ und die Sanitätsstation in Oosterbeek zu besichtigen, wo sich Teile der britischen Fallschirmdivision im September 1944 aus deutscher Gefangenschaft retten konnten.



Seitdem besuchte das Team der Leibgarde unter anderem die von den „Dambusters“ bombardierten Talsperren, die Landungsstrände der Normandie und – dieses Jahr – den legendären Ort der Luftlandetruppen. Zudem begleiteten sie den Großmeister auf Reisen nach Griechenland, Estland und innerhalb Großbritanniens bis nach Schottland.