2025 – Edinburgh / neue Traditionen

Neue Tradition für deutsche Tempelritter bei der Inthronisation des neuen schottischen Großmeisters eingeführt

Die geschichtsträchtige Stadt Edinburgh – Sitz des Großpriorats von Schottland – bot den Rahmen für die feierliche Inthronisation des neuen Großmeisters des Ordens. Ähnlich wie vor fünf Jahren war das deutsche Großpriorat mit einer eindrucksvollen hochrangigen Delegation vertreten, die sich in freundschaftlichem Miteinander den internationalen Teilnehmern in Schottland anschloss.

Die Anreise der Teilnehmer erfolgte per Flugzeug, Bahn und Auto – wie in einem Hollywoodfilm, die meisten blieben über Nacht. Anders als bei der letzten Inthronisation wurde der Großmeister diesmal von seiner persönlichen Leibgarde begleitet, die geschlossen mit dem Zug aus Newcastle anreiste – und dabei einheitlich und makellos gekleidet war.

Bei einem vollen Veranstaltungsprogramm und zahlreichen internationalen Vertretungen durfte Deutschland lediglich zwei Vertreter stellen, die offiziell einziehen und vom schottischen Großmeister begrüßt werden konnten. Die übrigen Mitglieder nahmen auf eigens gekennzeichneten Sitzplätzen Platz. Unter einem „Stahlbogen“ schritten Erhabenster Rt Roddy MacKenzie GCT und RE Rt Norbert Schön KCT GMA würdevoll ein.

Zur allgemeinen Überraschung und Freude erhoben sich alle Ritter des Großpriorats von Deutschland im Gleichklang und aus Respekt gegenüber ihrem Großmeister. Der schottische Großmeister – bewegt von dieser Geste und dem herzlichen Empfang der deutschen Delegation – würdigte diese spontane und würdevolle Aktion mit anerkennenden Worten. So entstand an diesem besonderen Tag eine neue ritterliche Tradition.


2025 – Reise der deutschen Templer nach Tallinn / Estland

Eine erste Recherche zur Reiseplanung in die estnische Hauptstadt Tallinn zeigte, dass diese nicht unbedingt leicht zu erreichen ist. Doch wer erst einmal dort angekommen ist, wird mit einer bezaubernden Stadt belohnt – voller Eleganz, historischer Schönheit und gastfreundlicher Menschen.

Die deutsche Delegation, insgesamt sieben Mitglieder, reiste am 14. Juni aus Deutschland und England an – zu unterschiedlichen Zeiten. Zum zweiten Mal war die Leibgarde des Großmeisters eindrucksvoll vertreten und unterstützte ihren „Vorgesetzten“. Der Großmeister selbst nahm am Empfang am Freitagabend teil, begleitet von RE Rt MacKinnon GCT GMA und dem Großsekretär – die übrigen Mitglieder waren noch unterwegs.

Das Treffen der Großpriorate (unter der Leitung des GP Finnland) fand im historischen Gebäude, dem „Schwarzehäupterhaus“ statt – dem einstigen Hauptsitz mittelalterlicher Handelsgesellschaften, die das wirtschaftliche Leben der Stadt prägten. Das Gebäude stammt aus der Zeit der Templer und strahlt bis heute mittelalterliches Flair aus.

Frühzeitig eingetroffen, fanden wir uns im Robenraum für ausländische Würdenträger ein. Die Gewänder wurden ausgebreitet, Abzeichen sortiert, und langjährige Freundschaften lebten wieder auf.

Gespräche wurden neu aufgenommen und neue Bekanntschaften geschlossen. Kurz vor Beginn suchten E Kt Scott Hunter und RE Kt Ian Harper den finnischen Großmarschall, um den Einzug des deutschen Großpriorats vorzubereiten.

von links nach rechts: – RE Rt Ian Harper, FE Rt Shiny MacKinnon, Rt Tony Hunter, ME Rt Roddy MacKenzie, E Rt Scott Hunter, RE Rt Norbert Schoen and Rt Paul Baker.

ME Rt. Roddy MacKenzie übergibt kleine Geschenke an den neuen Großmeister von Estland (dahinter RE Rt. Shiny MacKinnon).

Die verschiedenen Delegationen bereiten sich auf den Einmarsch in den Tempel vor.

Da kaum Zeit für Proben blieb, wurde das Team zügig instruiert – bei Außentemperaturen von rund 28 Grad wurde uns allen klar, dass uns ein schweißtreibender Nachmittag in voller Templermontur bevorstand.

Die Gastepriorate betraten in festlichem Zeremoniell die Tempelhalle – Deutschland stellte dabei die größte internationale Templergruppe dar. Der Großmeister, ME Rt Roddy MacKenzie GCT, wurde vom finnischen Ordensleiter herzlich willkommen geheißen und zu seinem Platz geleitet. Nach festgelegtem Ablauf wurde das finnische Großpriorat eröffnet, woraufhin der neue estnische Großmeister feierlich in sein Amt eingeführt und proklamiert wurde.

Nach der Investitur der finnischen Großoffiziere folgte eine Pause mit leichtem Mittagessen und kühlen Getränken. Anschließend versammelten sich alle erneut im Tempel – um Zeuge eines historischen Moments für den Orden zu werden: die feierliche Weihe des neuen estnischen Großpriorats.

Mit Vertretern aller bedeutenden Templer-Organisationen wurde Estland würdevoll in die Gemeinschaft aufgenommen – mit sichtbarer Ehre und Wertschätzung. In einer bewegenden Zeremonie, reich an Symbolik und Bedeutung, wurde das neue Priorat Stück für Stück ins Leben gerufen. Ein Bruder mit bemerkenswerter Opernstimme sang dabei eindrucksvolle Passagen aus Wagners „Parsifal“, die der Feier zusätzlichen Tiefgang verliehen. Der neue Großmeister wurde in sein Amt eingeführt und seine Banner zum ersten Mal entrollt. Nach den ersten Ernennungen endete die Zeremonie mit einem reibungslosen Abschluss – alle Offiziere zogen feierlich durch ein estnisches Spalier aus Schwertern.

Langjährige Freundschaft zwischen den Großmeisters von Deutschland und Griechenland.

ME Rt Roddy MacKenzie entspannt sich zwischen den Sitzungen mit einem kühlen Getränk in Gesellschaft des Kommandeurs seiner Leibwache, E Rt Scott Hunter, und Tony Hunter, dem Registrator der Leibwache.

Den krönenden Abschluss bildete das Galadinner – erneut im „Schwarzhäupterhaus“ – zu dem auch Ehepartner und Begleitungen eingeladen waren. Das Menü war exzellent, die Gesellschaft inspirierend – alte Freundschaften wurden gepflegt, neue entstanden.

Am Samstag war das offizielle Programm beendet, der Sonntag stand ganz im Zeichen der Erkundung von Tallinns wunderschöner mittelalterlicher Altstadt – bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck traten alle Teilnehmer die Heimreise an.

Mitglieder der Leibwache unseres Großmeisters (von links nach rechts): Rt Tony Hunter, Paul Baker and E Rt Scott Hunter, genießen das Flair der Altstadt von Tallinn.

Das neue Patent des Großpriorats von Estland.


2025 – Ritter aus Sussex erstmals zu Besuch bei den Pilgrims

Ritter Brüder aus Sussex erstmals zu Besuch bei den Pilgrims in Herford – tatkräftig unterstützt von den Besten aus Northumberland

Ein eindrucksvolles Beispiel für Geduld und selbstlose Hingabe zeigten neun Tempelritter aus der Provinz Sussex, die stundenlange Staus auf den Autobahnen Belgiens, der Niederlande und Deutschlands auf sich nahmen, um am 3. Mai einer Einladung zu einem Treffen in Herford, Deutschland, nachzukommen. Diese Reise wurde über ein Jahr lang geplant und durch den Erhabenen Ritter Jeremy Griffin von der Holy Cross Präzeptorei in Uckfield organisiert. Herford war einst Garnisonsstadt der britischen „1st Armoured Division“, die während des ersten Golfkriegs die britischen Streitkräfte anführte.

Die Pilgrims Präzeptorei Nr. 5 ist auch Heimat des Großmeisters von Deutschland, Erhabenster Ritter Roddy Mackenzie GCT, sowie seiner in Northumberland ansässigen Leibgarde. Er selbst bat die Sussex-Gruppe in einer einzigartigen und spontanen Geste, ihn als Teil seiner Prozession zu begleiten – eine außergewöhnliche Ehre, die bislang keinem ausländischen Gast zuteilwurde. Beim Einzug unter einem perfekt geformten Ehrenbogen aus Schwertern, geleitet von der Leibgarde unter Kommando von Erhabenen Ritter Scotty Hunter, wurden sie vom Großmeister persönlich herzlich empfangen.

Nach ihrem ehrenvollen Einzug nahmen die Gäste ihre Plätze im farbenprächtig geschmückten Tempel ein. In präziser Formation kehrte die Leibgarde in ihre Positionen zurück und senkte die Schwerter in perfekter Harmonie.


Großmeister Roddy Mackenzie GCT, links von ihm der Groß-Seneschall, Hochwürdigster Ritter Dirk Hennemann GCT GMA, rechts der Eminente Präzeptor, Hochwürdigster Ritter Lt. Col. (a.D.) Mick McCarthy. Ebenfalls zu sehen: der Groß-Almosenier, der Groß-Schwertträger, der Groß-Herold sowie Mitglieder der Leibgarde. Ganz links: Hochwürdigster Ritter David Pearson, Groß-Organist.


Nach der Veranstaltung wurden alle Ritter zu einem informellen Festessen mit Selbstbedienung eingeladen, organisiert vom Groß-Schatzmeister Sehr Ehrw. Ritter Dean Thompson, inklusive einer spektakulären Käseplatte von Ritter Paul Baker (Northumberland und Leibgarde des Großmeisters), die ihresgleichen sucht.

Nach dem Mahl vollzog der Großmeister eine einzigartige deutsche Tradition: einen feierlichen Toast auf Hughe de Payens und die Gründer der Tempelritter.

Danach unterstützte die Leibgarde beim schnellen Abbau und alle versammelten sich in Herfords Innenstadt, um bei eiskaltem Bier den Tag ausklingen zu lassen.

Einhelliger Tenor: Die Reise war jede Minute wert – mit zahllosen schönen Erinnerungen.


Am folgenden Sonntag unternahmen die Mitglieder der Leibgarde gemeinsam einen Abstecher nach Arnheim, um die Brücke des „Bridge too far“ und die Sanitätsstation in Oosterbeek zu besichtigen, wo sich Teile der britischen Fallschirmdivision im September 1944 aus deutscher Gefangenschaft retten konnten.

Seitdem besuchte das Team der Leibgarde unter anderem die von den „Dambusters“ bombardierten Talsperren, die Landungsstrände der Normandie und – dieses Jahr – den legendären Ort der Luftlandetruppen. Zudem begleiteten sie den Großmeister auf Reisen nach Griechenland, Estland und innerhalb Großbritanniens bis nach Schottland.